Ein Blog über Getränke, Speisen, Gästen und das Barleben

Ein Blog über Getränke, Speisen, Bars und das Leben

Samstag, 28. März 2015

Oliver Trific eröffnet das "neue" Trific in Hamburg.




Es ist Internorga. Montag. Ich habe schon vier Tage hinter mich gebracht. Kaum geschlafen und viel zu viel gearbeitet. Geschworen habe ich mir, dass ich während der Internorga, nicht einen Abend ausgehen werde.
Ganz unter dem Motto "Monday is Funday" steigen die Abendveranstaltungen immer Montags während der Internorga. Soweit so gut. Ich werde hart bleiben. Keine Veranstaltung mitnehmen und brav ins Bett gehen.
FAIL!

Das Telefon bimmelt, ich nehme ab und höre eine Stimme die sagt: Sag mal, wann bist du denn heute im Trific?
Ich freue mich jedes Mal wenn mich der Herr Sudeck anruft, doch diesmal hatte ich gemischte Gefühle.
Einerseits wollte ich auf jeden Fall ins Bett, doch anderseits unbedingt das neue Trific sehen.
Nach alter Baumann-Manier sagte ich erstmal zu. Absagen kann ich ja immer noch, dachte ich...

Es kam wie es kommen musste. Ich machte mich nach der Internorga auf den Weg zur Holzbrücke 7.
Die Firma Borco hat eingeladen zu einer Internorga-After-Show-Party. Das Spirits Dinner.
Ich dachte das mir ein bisschen was zu essen und EIN Gin Tonic vielleicht doch ganz gut tun könne.
Angekommen!
Der erste Eindruck war "erschreckend", denn ich wusste, hier komme ich kaum ganz nüchtern wieder raus.
Das Restaurant war gefüllt, genau wie die Gäste. Gute Stimmung, tolle Musik und Stopp.....da ist sie...
Tanja Trific. Kurz angebunden begrüßten wir uns.
Was für eine tolle Räumlichkeit.


Eine schöne Farbauswahl, die mich an das "alte" Trific erinnerte.
Doch ich war kurz etwas verwundert. So viel größer ist der neue Laden jetzt gar nicht.
Dann entdeckte ich aber, das es kaum möglich sein kann, das so viele Menschen die Treppen hoch und runter laufen um nur auf die Toilette zu gehen.


Also spazierte ich entspannt die Treppen hinunter um den Hausherren zu finden. Der ließ nicht lange auf sich warten. Eine schnelle Umarmung und wieder weg. Schnell kam er aber wieder zurück.
Mit einem Teller Vitello Heilbutto. Einer meiner Lieblingsspeisen von Oliver Trific.
Dünn geschnittenes Kalbsfleisch, auf einer Creme von hausgemachter Mayonaise und geräuchertem Heilbutt, ein paar Blätter Salat und die Sensation, die frittierten Kapern.
Der Mann weiß ich brauche und das immer wenn ich bei ihm zu Gast bin.
Nun kam ich auch dazu mir die Räumlichkeit unten anzuschauen.
Was für ein schöner Raum...tolles Licht. Wenn man aus den Fenstern schaut blickt man direkt auf den Alsterkanal (oder ist es doch die Elbe?). Eine wunderschöne Tapete schmückt den Raum und es wirkt alles sehr "erwachsen". Ein unglaublich schöner und runder Laden wurde hier gebaut. Über das Essen möchte ich nur soviel sagen, dass ich noch nie entäuscht wurde.
Das Trific ist sicherlich immer einen Besuch wert.
Wie der Abend weiter verlief, möchte ich hier nicht kund tun. Ich weiß nur noch das es viel zu lange ging.

Also mein Tipp für den nächsten Restaurantbesuch. Das Trific.

Restaurant Trific
Holzbrücke 7
20459 Hamburg
Telefon: 040/41919046
Reservierung auch unter restaurant@trific.de möglich.
Doch Achtung!!! Sonntags hat das Restaurant leider geschlossen.


Mittwoch, 25. März 2015

Nominiert für die Icecube Challange!

Nun wurde ich auch nominiert.
Und zwar von der geschätzten und bezaubernden Fachkollegin
Maria Kufeld von dem Food Film Magazin Get Hungry.
Für die Nominierung bedanke ich mich und nominiere:

Stevan Paul - Nutriculinary Blog
Jörg Meyer - JRGMYR
Torben Bornhöft - Trinklaune



Bei dieser Nominierung ist es nicht nötig mir wieder Eiswürfel über den Kopf zu gießen, ich muss lediglich elf Fragen zum Thema "Trinken" beantworten.
Das kriege ich hin. Lets go...

1. Was ist dein liebster Drink?

Seit nun über neun Jahren nenne ich meinen Lieblingsdrink "Greenpoint".
Eine schöne Variante des Bronx Cocktails. Er ist allerdings nichts für schwache Nerven und sicherlich kein Drink für die warmen Sommertage (ich trinke ihn auch im Sommer), doch ist dies der Drink den ich wohl am meisten Treue schenke. Roggenwhiskey, roter Wermut, Chartreuse Jaune und etwas Bitters, kalt gerührt ist dieser Drink ein Meisterwerk.

2. Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken?

Ich muss gestehen das ich erst "sehr spät" mit Alkohol angefangen habe. Ich schätze so mit 17 Jahren.
Bis dato mochte ich kein Bier, trank höchstens mal ein Alsterwasser. Amaretto Kirsch und Southern Comfort mit Ginger Ale waren meine Favoriten. Damit habe ich nun aber abgeschlossen :)

3. Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Was ich bis heute nicht mal mehr riechen kann ist Sambuca. Ansonsten bereue ich meistens den letzten Drink des Abends.

4. Bar oder Kneipe?

Auf jeden Fall die Bar.

5. Champagner oder Schaumwein?

Es gibt sicherlich einige Winzersekte und Cremants die mit Champagner mithalten können, aber.......
ach so ein Quatsch. CHAMPAGNER!

6. Mit wem würdest du gerne trinken?

Am liebsten hätte ich wohl mit Ernest Hemingway getrunken, doch in der Zukunft würde ich wohl gerne mal mit George Clooney einen Tequila trinken. Der macht nämlich verdammt guten Tequila.

7. Bei wem würdest du gerne trinken?
High Five Bar in Tokio würde ich sehr gerne mal besuchen und bei Hidetsugu Ueno einen trinken.

8. Wie sieht deine Bar aus?

Kommt vorbei. BARWERK HAMBURG

9. Beschreib deine Eiswürfel

Groß und Doppelgefrostet sollten sie sein.

10. Was ist deine Gin Tonic Empfehlung?

Miller's Westbourne Strength Gin mit Fevertree Tonic ist für mich der beste Gin Tonic den ich je getrunken habe. Eine weitere Empfehlung ist allerdings der Dodd's Gin.

11. Wie bekämpfst du einen Hangover?

Wichtig ist das man schon vorausschauend denkt und am Abend davor genug Wasser trinkt.
Wenn das aber auch alles nicht geholfen hat, trinke ich eine warme Bloody Mary.
Zubereitet wie eine normale Bloody Mary nur mit heißem Tomatensaft.

Cheers.

Samstag, 21. März 2015

New York, New York!

Start Spreading the News!


Es ist kurz vor 19 Uhr ich bin auf dem Weg zur Arbeit. Mein Handy klingelt.


Eigentlich ziemlicher Normalzustand, fehlt doch gerade in der Anfangszeit allerhand Kleinkram in der Bar, den es zu besorgen gilt, insofern überraschen mich Marcels tägliche Anrufe schon gar nicht mehr! Anders bei diesem.



" Moin Heino, bist du schon unterwegs in die Bar? Kannst du mir einen Gefallen tun und eventuell noch Dosen-Litschi besorgen?"

Dosenlitschi? Hat er das wirklich gesagt?

" Ich stell einfach mal keine dummen Fragen! Klar versuche noch welche zu bekommen!"



Als ich den Parkplatz von Edeka befahre, sehe ich einen kleinen dicken Mann, welcher 3-4 Paletten Konservendosen Richtung Lieferwagen schleppt. Als ich den Laden betrete, fährt er gerade an mir vorbei und lacht gehässig in meine Richtung.



20 Minuten später betrete ich das Backoffice der Leobar, natürlich ohne Dosenlitschi, waren ausverkauft!

" tut mir Leid Marcel, die hatten keine Litschi mehr bei Edeka!"
"Egal, Lust auf einen Aperitif?"

Marcel und Moritz grinsen mich an. Irgendworan erinnert es mich. Dieses Lachen habe ich heute schon einmal gesehen. Ich bekomme Angst und verlasse mit langsamen Rückwärtsschritten das Backoffice in Richtung Bar.



2 Minuten später steht er vor mir. der Drink der unser Leben verändern soll. Der Litschi Martini.

Pinke Scheußlichkeit!

Ich starre das Glas mit Argusaugen an!



Lychee Martini in der Leobar




Langsam nehmen meine Finger das Glas in die Hand, der Blick weilt weiterhin auf der pinken Oberfläche, welche unschuldig langsam von links nach rechts schwappt, während ich das Glas vorsichtig Richtung Nase führe.  ein künstlicher Litschi Geruch schlägt mir entgegen. das Grinsen von Marcel und Moritz  wird breiter. Ich nehme den ersten Schluck.

5 Sekunden passiert nichts. Dann blicke ich das erste mal auf und starre entgeistert in 4 strahlende Augen auf der anderen Seite des Tresens.

Ich nehme einen weiteren Schluck. Dann noch einen. Ich möchte einen 4. nehmen, doch das Glas gibt nichts mehr her.




" Was zum Teufel treibt ihr hier für Spielchen?" frage ich die beiden.



" Gefällts dir?"





Diese Frage möchte ich in diesem Post nicht beantworten, Fakt ist nur, dass seit diesem Tag der nun ein paar Wochen zurück liegt, der Litschi Martini unser meistverkaufter Drink ist.



Kommt vorbei und probiert es aus!


 

Lychee Martini:

4 cl Kwai Feh
4 cl Vodka
1 cl Limettensaft

Geshaked, straight serviert, Garnitur: "Dosenlitschi am Spieß"















Montag, 16. März 2015

"Die Ausgeburt des Grauens! " Oder: "Hallo ich bin Heinrich, wollen wir Freunde sein?"

Moin, moin!

Nun ist es also soweit!
Mein erster Post auf Baumanns Barblog steht an!

Was soll ich groß erzählen, der Baumann hat mich ja bereits ausführlich vorgestellt. Oder fehlten da noch ein paar Details, die er vielleicht selbst nicht kannte oder ausführen wollte? Wie kommt es eigentlich dazu, dass so ein gescheiter, wortgewandter, gut aussehender, fleißiger Mensch wie ich nachts hinter der Bar steht und Getränke für Menschen serviert, die alle so viel mehr aus ihrem Leben gemacht zu haben scheinen?


Meine Geschichte beginnt in Flensburg, genauer einem kleinen Ort 15 km von Flensburg entfernt.
meine ersten Erfahrungen mit Alkohol machte ich als echter Dorfjunge mit den leckeren Obstlikören der Firma Berentzen.
Es folgten wilde Mischungen aus Türkisch Pfeffer Und Vodka (Schwarze Sau), Longisland Icetea Bowlen mit Suppenkellen und Sternmarke-Cola. Das Bier unseres Vertrauens hieß Slots und hatte damals eine positive Pfandbilanz, was soviel bedeutet, dass man mehr Pfand als Bier zahlte.

Kleiner Feigling! Pflicht bei jeder Herrentagstour an Himmelfahrt!


Irgendwann begann ich dann meinen ersten Aushilfsjob als Kellner in der "Weinstube" in Flensburg.
die ersten Taler wurden verdient, das Trinkgeld war für einen Schüler bombastisch und ich machte die ersten Erfahrungen im "Nachtleben".


Zur selben Zeit gründete ich mit meinem Kumpel Basto die wohl härteste Punkband Flensburgs!
Noch heute erzählt man sich die Geschichten eines Schlagzeugers, der schneller als der Schall getrommelt haben soll.

Unsere Bandproben liesen wir stilecht im "Hummels Eck" ausklingen, wo das Flens noch 80 cent kostete und Die Toiletten der Spruch " Some come here to sit and think, i come here to shit and stink" zierte.

In der Bärenhöhle gab ( und gibt es bis heute!) es Helgoländer:


1 Teil Himpeerpüree
1 Teil Weizenkorn
1 Teil Branca Menta

geschichtet im Ramazotti-Glas serviert!


So vergingen weitere 2-3 Jahre. Ich wurde volljährig. Mit dem Erhalt des Führerscheins, und der freien Verfügbarkeit eines Autos, wurde ich nahezu jedes Wochenende zum Fahrer berufen, und das Getränk des Abends war meist schale Cola aus der Literflasche.

Es war die Zeit der Zeltfeste.
Koppelheck, Elgaard und P.O.E (Party ohne Ende) in Wanderup waren die Pflichttermine des Spätsommers.

Man trank Schüttelkorn ( Großstädtern wohl eher als Vodka Ahoi! bekannt)
und seriöse Mischen wie Jim Beam Cola aus zimmertemperierten Plastikbechern ohne Eis, im offenen Kofferraum lehnend.



Irgendwann schaffte auch ich mein Abitur und es zog mich nach Hamburg zur Hotelfachausbildung.
Ich wollte was kaufmännisches machen, Anzug tragen, schnacken, viel Geld für wenig Arbeit verdienen. Das Hotelfach legte mir mein damaliger Nachbar und bester Freund meines Vaters nahe, welcher jahrelang Direktor des Intermars in Glücksburg war.
Ich bewarb mich in allen 5 Sterne Hotels der Stadt und entschied mich letzten Endes für das SIDE. Ich hatte keine Lust auf die Gastronomie, denn ich wollte ja ins Sales und Anzug tragen!
Mit dieser Einstellung kam ich zu Jenny Franke an die Hotel-Bar zu meiner ersten Schicht. In den folgenden Tagen änderte sich für mich und meine Interessen alles. Ich begann Fragen zu stellen, und merkte plötzlich, dass es eine flüssige Welt fernab von Schüttelkorn und Schwarzer Sau gibt, die einen mindestens genauso betrunken macht und dabei auch noch schmeckt.

Eines Abends nahm Jenny mich mit in die Luba Luft, wo ein paar ihrer Freunde zum Feierabend warteten.

" Du bist der neue Azubi von Jenny? Ich bin Benny, magst was trinken?"
" ja ich hätte gern einen Whiskey Sour!" (der für mich abgefahrenste Drink zu dieser Zeit)
" ja dann leg los, wenn du irgendwas nicht findest frag einfach! Achso und mach mal gleich einen für mich mit!"


Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch nie einen Shaker in der Hand gehabt geschweige denn gewusst, was genau in einen Whiskey Sour gehört.
etwa 15 Minuten und mindestens genau so viele dummen Fragen später war es dann so weit. Ich servierte den ersten Drink meines Lebens. An Benny Braun. Und das beste war, das er sogar recht trinkbar war ( zumindest haben wir uns beide nichts gegenteiliges anmerken lassen ;) )


Den Rest der Geschichte hat Marcel euch ja schon erzählt und ich möchte den Rahmen nicht noch weiter sprengen.


Daher entlasse ich euch fürs Erste, wie es sich für einen Bar-Blog gehört, mit einem letzten Getränketipp.


Während dieser Eintrag geschrieben wurde, befand sich in meinem Glas der eine oder andere Dram  





Ein sehr gefälliger frischer Whiskey mit schönen Apfel und Vanillenoten! Mir schmeckt´s!



Prost!









Sonntag, 8. März 2015

Blue Curacao? Fancy ist nicht immer schlecht...

Curacao ist eine rund 444 Quadratkilometer große Karibikinsel die circa 60 Kilometer vom Festland entfernt ist und war bis 2010 die größte Insel der Niederländische Antillen.
Das war sicherlich einer der Gründe warum die Firma DeKuyper aus Rotterdam einen guten Draht zu dieser Insel hatte und angefangen hat, DeKuyper Blue Curacao herzustellen.


Curacao als Likör gibt es auf der Insel in mehreren Farben. Klar, Blau, Grün, Rot und Orange.
Auch kann man in den meisten Likörfabriken neben dem puren Likör auch Mischungen mit Kaffee, Schokolade oder auch Rum bekommen.

Lange wurde der blaue Likör, der meistens auf einen Getreidebrand basiert und mit den getrockneten Schalen von drei verschiedenen Orangen mazeriert wird, verpönt.

Doch damit ist jetzt Schluß!

Meine Drinkempfehlung ist der Leo Bleu.
Eine Variante der Lagerita, aber in Blau.
Ein genialer Drink, serviert auf Eiswürfeln in einem Tumbler.


LEO BLEU

Zutaten:

50 ml Tequila
30 ml frischer Limettensaft
15 ml Blue Curacao
  5 ml Agavendicksaft
30 ml Lager/Bier etc.

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf das Bier zusammen shaken und auf Eis abseihen.
Anschließend mit dem Bier toppen und mit einer Zitronenschale abspritzen.
Nun sollte man diesen Drink schnell trinken und anschließend einen weiteren mixen oder ordern.

Zum Wohl meine Freunde!!!

Donnerstag, 5. März 2015

Ich komme wieder....aber nicht alleine!



Ein beliebtes Filmzitat der 80er und 90er Jahre Kids, wie ich es eines war.
Arnold Schwarzenegger hat es damals angedroht und ich werde es jetzt ebenfalls umsetzen.
Ich war nun fast 3 Jahre, aktiv hinter der Bar, verschwunden. Doch nun bin ich wieder da.
Und ich habe Verstärkung mitgebracht.
Nachdem mir mit dem "Eberhardts" der Teppich unter den Füßen gezogen wurde, brauchte ich eine kleine Verschnaufpause. Nun findet Ihr mich wieder in Hamburg "fast" täglich hinter der Bar.
In der LeoBar am Grindelhof 87. Eine Bar die von keinem anderen als Arash Karimi betrieben wird.
Arash beschloss direkt ein Barteam zu holen, welches seines Gleichen sucht.

Die Maschine Moritz Kluck (bekannt aus der 3 Freunde Bar)
Der Souveräne Oliver Pawlowski (bekannt aus der Luba Luft & dem Good Old Days)
Die Geheimwaffe Thiemo Kieckbusch 
Die Lady Lea Mari Knecht (bekannt aus der St-Pauli Bar)
Das Allroundtalent Heinrich Senge (bekannt aus dem Side Hotel Hamburg)
 
Nun bin ich auch am Start und freue mich riesig mit diesen Menschen zusammen zu arbeiten.
Aber genug vom Barteam und zurück zu meiner Verstärkung.
Ich spreche von dem Allrounder Heinrich "Heino" Senge.
Der 24 jährige Bub hat es nämlich faustdick hinter den Ohren.
Aus der Weltstadt Flensburg kam er nach Hamburg um hier eine Ausbildung zum Hotelfachmann anzufangen. Diese schloss er im Side Hotel mit Erfolg ab. Während Heinrich sein beinahe komplettes 
Azubigehalt in diversen Bars auf den Kopf haute, baute er sich ein gutes Netzwerk unter Bartendern auf. 
Gar nicht so dumm der Kleine ;)
Neben der Ausbildung fing er an einen eigenen Barblog zu schreiben, dessen Namen ich hier nicht erwähne, da es meinen Aufrufen vielleicht schaden könnte. :)
Neben der Tätigkeit an der Bar und vor seinem Rechner, schaltet er gelegentlich am Wasser ab. Der Heinrich ist nämlich auch "sportlich" aktiv. Streetfishing nannte er es, glaube ich.
Viele von Euch denken nun wahrscheinlich ans Frauen aufreissen, währen sie shoppen sind. NEIN!
Heinrich angelt Fische in den Hamburger Stadtkanälen.
Doch das ist nicht sein einziges Hobby. Er macht auch noch Musik. Hip Hop! Deutschen Hip Hop.
Über Musik lässt sich bekanntlich streiten und deutscher Hip Hop gehört nun nicht zu meinen Lieblingsgenres, aber Heinrich hat dadurch ein großen Vorteil den anderen gegenüber.
Er ist verdammt schlagfertig.

Nun möchte ich es auch nicht noch zu spannend machen.
Ladies and Gents....

 
Der Mann mit dem Schalk im Nacken wird ab sofort ebenfalls auf Baumanns Bar Blog texten und darüber freue ich mich sehr.
Heino.....you're welcome!

Donnerstag, 21. November 2013

Ist es wirklich schon das bittere Ende? The Bitter End (Aromaticus Bitteris)

Cocktailbitters sind ein Bestandteil von Cocktails seit es den Cocktail gibt.
Sazerac, Manhattan und auch ein Old Fashioned sind nur einige der zahlreichen Cocktails die ohne Bitter nicht überleben.
Ich habe nun vor kurzem ein kleines Tasting mit einem sehr geschätzten Kollegen gehabt. Bastian Heuser und meine Wenigkeit saßen bei mir zuhause, genossen eine Flasche Bollinger und probierten die Bitters der Firma "The Bitter End".
Eine Firma aus Santa Fe, New Mexico. Die Bitters haben 45% Vol. und gibt es in 15 cl Flaschen und sind 100% natural Hand-Crafted Cocktail Bitters.



Vier Bittere haben wir probiert.
Memphis BBQ
Mexican Mole
Chesapeake Bay
Thai

Der Memphis Bitter hat ein wirklich natürliches BBQ Aroma. Röst- und Kohle, Pfeffer, Lobeeraromen. Ich kann mir den Bitter gut zu Jim Meehans Bacon Old Fashioned vorstellen.
Bestandteile: Wasser, Agraralalkohol, geräucherte Jalapenos, Senfsamen, Orangenschale, Kaffeebohnen, schwarzer Pfeffer, Piment, Thymian, Kumin, Lorbeer und Oregano.

Der Mexican Mole ist ein eher weihnachtlicher Bitter, nur ist er mir dafür etwas zu scharf.
Er erinnert an Lebkuchen und einem klassischen Aromatic Bitter.
Bestandteile: Wasser, Agraralalkohol, Cocoa, Cayennepfeffer, Sesamsamen, Piment, Zimt und Oregano.

Der Chesapeake Bay hat eindeutliche Kardamomnoten und brannte auf meiner Zungenspitze.
Für mich der Bitter aus dem Variety Pack welcher mich am wenigsten anspricht.
Bestandteile: Wasser, Agraralalkohol, Lorbeer, schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer, Senfsamen, Selleriesamen, Piment, Ingwer, Muskat und Kardamom.

Und dann ist da noch der Thai Bitter.
WOW…..der ist scharf!
Eindeutlich zu erkennen ist der Geschmack der Kaffirlimettenblätter, Minze, Zitronengras und Chili.
Bei dem Bitter muss man schon sehr vorsichtig sein bei der Dosierung.
Bestandteile: Wasser, Agraralalkohol, Thai-Chillis, Quassia, Koriander, Galgant, Zitronengras, Kaffirlimette und grüne Minze.

Fazit von uns beiden war, dass die Bitters alle sehr scharf sind und manche auch zu scharf. Spannend sind sie wegen der Bestandteile allemal. Vielleicht solltet ihr euch das Variety Pack für 22 € bestellen und es selber mal ausprobieren.
Denke das eine Bloody Mary oder auch der ein oder andere Manhattan damit sehr gut funktionieren könnte. Probiert es aus.
Bei Bitters.com könnt Ihr diese Bitters kaufen.

Cheers